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„Follow me“

Der englische Titel des fünften Teils von HEIMAT 3 (Die Erben) ist „Follow me“.
Dies ist auch der Aufschrift von Matkos Jacke in HEIMAT 3.

„Männer und Frauen“

So war der ursprünglich geplante Titel für DIE ZWEITE HEIMAT.

Quelle: Interview von Sabine Küchler mit Edgar Reitz am 06.07.1997 im Deutschlandfunk.

„Walk of Fame“

Edgar Reitz hat auf dem „Boulevard der Stars“ in Berlin einen Stern. Er gehörte damit zu Ersten, denen eine solche Ehrung zu teil wurde.

Foto: Wikipedia

3x Reitz-Filme in der Liste

Im Jahr 2006 machte der Deutsche Kinematheksverbund eine Umfrage anlässlich des 100jährigen Geburtstages des deutschen Films.
Zwei Werke von/mit Edgar Reitz sind in der Liste der bedeutendsten Filme:

– HEIMAT auf Platz 27
– Deutschland im Herbst (Reitz steuerte eine Episode hinzu) auf Platz 28
– DIE ZWEITE HEIMAT auf Platz 100

Alois Wiegand und Weihnachten

Im Film „Weihnacht wie noch nie“ feiert die Familie Weihnachten in der katholische Kirche. Alle sind dabei – nur Alois Wiegand nicht. Er feiert lieber eine „germanische Weihnacht“ zu Hause alleine vor dem Grammophon. Später beim Essen in der guten Stube der Wiegand ist er wieder dabei.
Der Schaupieler Johannes Lobewein war wegen eines Theaterengagement am Drehtag der Weihnachtsfeier in der Kirche nicht anwesend. Um das logisch für den Zuschauer zu machen, warum der Patriarch nicht mit gefahren ist, hat man nachträglich diese Szene eingefügt.

Andere „Helga“

Foto: WDR
Für die Rolle der Helga Aufschrey in DIE ZWEITE HEIMAT war die Schauspielerin Silke Wülfing 1987 gecastet worden. Dann wurde sie durch Noemi Steuer ersetzt.
Wülfing spielte vorher die Rolle der  „Chris Barnsteg“ in der Fernsehserie Lindenstraße (1985-1987).

Antons Firma

Das Firmengebäude in Griebelschied, das als Drehort für deie „Simon Optik“ aus HEIMAT diente, fiel 1985 einem Großbrand zum Opfer. Beim Wiederaufbau wurde das Dach nicht in der Originalform erstellt, so dass man vergeblich nach dem ursprünglichen Ort der SIMON OPTIK OHG-Schrift sucht.

Baupläne Simon Museum

Salome Kammer, die

Die Baupläne für das Simon-Museum aus HEIMAT 3 sind in einem Wettbewerb entstanden.
In einem Studentenwettbewerb im Jahr 2003 im Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt wurde ein Projekt gefordert, das sich mit einem Drehort zu „Heimat3“ befasste. Es sollten Pläne und ein Modell im Maßstab 1:50 (mit einer Möglichkeit der Durchfahrt mit einer Endoskopkamera von Raum zu Raum) des zu schaffenden Bildermuseums von Ernst Simon erstellt werden, die als Requisiten beim Dreh und als Anregung zum Erstellen des Sets dienen sollte.
Der Siegerentwurf von Steffen Jesberger wurde in die Handlung aufgenommen.

Mit freundlicher Genehmigung des Fachbereichs Architektur der Technischen Universität Darmstadt hier die Pläne:

Lageplan (© TU Darmstadt)
Grundriss (© TU Darmstadt)
Schnittzeichnung (© TU Darmstadt)
Schnittzeichnung (© TU Darmstadt)

Bei Mustafa

Ursprünglich war einmal geplant, das das Gasthaus Molz in Schabbach in HEIMAT 3 von einem Auswanderer aus Afghanistan übernommen und in „Bei Mustafa“ umbenannt wird? Im fertigen Film kommt das nicht vor.

Quelle: Interview von Peter W. Jansen mit Edgar Reitz im Januar 2002 im NDR.

(In Riesweiler, dem Ort in dem das Produktionsbüro für HEIMAT3 war, gibt es ein Restaurant mit diesem Namen)

Der echte Vater

In einem Interview mit der BBC, die die Dreharbeiten zu DIE ZWEITE HEIMAT dokumentierten, erzählte der Schauspieler Peter Weiß wie er mit Edgar Reitz darüber sprach, wie seine Figur Rob zum Filmen gekommen sein könnte. Er erzählte dem Regisseur, wie er früher mit seinem Vater immer auf dem Hochsitz war und schweigend durch das Fernglas sah. Reitz war von der Idee begeistert und inszenierte diese Szene. Da keiner besser geeignet war den Jäger zu spielen, engagierte man den Vater des Schauspielers für den kurzen Einsatz vor der Kamera.

Die Erben

Der Arbeitstitel von HEIMAT 3 war „Die Erben“. Das vermeldete die Rhein-Zeitung zu einem möglichen dritten Teil der Reihe am 12. Juni 1997. Link

Eberhardt Zielke

Die Figur „Zielke“ aus HEIMAT und DIE ZWEITE HEIMAT hat eine reale Entsprechung.

Edgar Reitz in einer Email:
“ […] Ich war Ende der 50er Jahre als junger Kameraassistent der Fa. GBF in München Assistent von Zielke bei der Produktion eines Dokumentarfilms über das Metall Aluminium*. Es sind allerdings nur wenige meiner zahlreichen Erinnerungen an diesen bizarren Mann in HEIMAT eingeflossen. Die Figur in meinem Film entwickelte sich nach eigenen erzählerischen Gesetzen und Interessen. […] „

Wikipedia-Artikel über den „echten“ Zielke

Portrait bei Film-Zeit.de
(* ALUMINIUM – PORTRÄT EINES METALLES (1957), Anm. d. Red.)

Edgar Reitz‘ erstes Filmerlebnis

Edgar Reitz hat seinen ersten Kinofilm nicht etwa im Hunsrück gesehen sondern bei einem Verwandtenbesuch in Bochum im August 1938. Seine Tante nahm ihn in eine Nachmittagsvorstellung des Films „Die Dschungelprinzessin“ (USA 1936, mit Doroty Lamour, Regie: E. Lloyd Skeldon, Paramount) mit. In seinen Erinnerungen sieht er sich dort als überwältigtes Kind auf der Galerie im Kino. An die Handlung konnte er sich nicht erinnern, aber die Titelrolle, ein Mädchen als Heldin der Geschichte, blieb für ihn präsent.

Vielleicht stammt daher sein Faible für interessant erzählte Frauenfiguren.

Link zum Filmausschnitt bei Vimeo

Quelle:
Interview in: Kreisjahrbuch 2021 des Landkreises Bernkastel Wittlich.

Frau Ries

Franziska Stömmer, die Schauspielerin, die die Frau Ries in DIE ZWEITE HEIMAT gespielt hat, hat in der Zeit, in der DIE ZWEITE HEIMAT mit ihr gedreht wurde, auch als „Oma Soleder“ für die TV-Serie Löwengrube vor der Kamera gestanden, in der auch Jörg Hube (Otto Wohlleben aus HEIMAT) eine Hauptrolle spielte.

Friedhof aus DIE ANDERE HEIMAT

Andreas Külzer, der den Pfarrer Wiegand in DIE ANDERE HEIMAT spielte, kennt diesen Friedhof in der Nähe von Steinbach schon seit Kindertagen. Er hat den Locationscouts den Vorschlag gemacht dort zu drehen. Er schrieb uns via Facebook „Es ist ein magischer Ort, der über eine 900jährige Geschichte erzählen kann. Ein Besuch am Schönenberg ist immer lohnenswert.“

Glasisch

Die Figur des Glasisch Karl hatte zunächst nichts mit der Rolle der Marie-Goot zu tun.
Erst beim Erstellen des Familienstammbaums für den letzten Teil von HEIMAT hatte Reitz die Idee, das das Dorforiginal der Sohn der Marie-Goot und damit mit den Simons verwandt sein soll.
Außerdem sollte die Rolle nur in den ersten beiden Teilen vorkommen.
Da aber Kurt Wagner so eine beeindruckende schauspielerische Leistung erbracht hatte und die Figur sich eignete weiter in der Story geführt zu werden, wurden die Drehbücher geändert und Glasisch blieb bis zum Schluss (und darüber hinaus –> DIE ZWEITE HEIMAT).

Glockzieh

Die Enkelin von Otto Henn wurde gefragt ob sie in HEIMAT mitspielen wolle und sagte zu. Als man das Mädchen dann zum Dreh abholen wollte hat ihr Opa (Otto Henn) laut gewettert, dass man das Kind nicht mit Fremden alleine mitfahren lassen dürfe. Seine ganze Art hat dem Filmteam gefallen und anscheinend auch Edgar Reitz. So wurde für ihn eine Rolle als Glockzieh extra ins Drehbuch geschrieben. So tauchte er gleich in mehreren Episoden auf und war sehr stolz darauf. Als er in der Folge „Das Fest der Lebenden und der Toten“ stundenlang barfuß im Gemeindesaal rumlaufen musste hat er zu Hause getobt. Das fand er nicht so lustig.

Danke an Klaus Henn für die Info.

Gunnar vom Dach

Gunnar montiert auf dem Dach des Günderrodehauses eine Satellitenantenne – aber nur im Film. Da dem Schauspieler Uwe Steimle das Spielen auf dem steilen Dach des Hauses am Rand des Abgrundes zu gefährlich war, wurden die Nahaufnahmen auf einer Dachattrappe (ca. 1,80m hoch) in der Nähe des Hauses am Straßenrand gedreht und die Aufnahmen, auf denen man Gunnar auf dem richtigen Dach sieht, wurden mit einem Double erstellt.

HEIMAT 3

Der ursprüngliche Titel sollte „Heimat 2000“ sein. Dann entschied man sich für „Heimat 3 – Die Erben“.
Übrig blieb HEIMAT 3.

Heimat-Stein

Edgar Reitz wollte den ersten Teil der Trilogie ursprünglich „MADE IN GERMANY“ nennen. Daher stammt auch die Inschrift auf dem Stein, den man im Vorspann sehen kann. Erst sein Freund Bernd Eichinger konnte Reitz davon überzeugen, HEIMAT als Titel zu nehmen.
Nach den Dreharbeiten schenkte Reitz der Gemeinde Woppenroth den Stein, um ihn in der Hauptstraße aufzustellen.
Als die Dreharbeiten zu DIE ZWEITE HEIMAT begannen, plante Reitz den Vorspann ähnlich wie den von HEIMAT. Der Stein wurde per Kranwagen im Hunsrück abgeholt und nach München transportiert.
Auf dem Olympiaberg wurde der Stein eingebaut. Am nächsten Tag war Föhn angesagt, man wollte ebenfalls eine Zeitrafferaufnahme machen; der Stein im Vordergrund, das Panorama Münchens als Kulisse dahinter.
Als man am nächsten Morgen zum Drehort kam war der Stein verschwunden. Des Nachts wurde er heimlich per Kranwagen abtransportiert und gestohlen. Die Aufregung war groß.
Die Ermittlungen blieben erfolglos. Reitz ließ einen Stein aus Styropor nach den Filmvorlagen anfertigen. Allerdings sah man den Unterschied zum Original. Man musste sich einen alternativen Vorspann ausdenken und Woppenroth bekam einen Ersatzstein geschenkt.

Herkunft von „Schabbach“

„Schabbach ist der Familienname eines hunsrücker Geschlechts das ursprünglich vor knapp 500 Jahren einmal aus der Schweiz einwanderte und eine entfernte Verwandschaft zu Maria Theresia von Österreich hat.“

Kommentar des Lichtkünstlers R. O. Schabbach auf einen Facebookartikel.

Hermanns Cabrio

Das Cabrio, das Hermann (und dann Schnüsschen) in DIE ZWEITE HEIMAT besessen haben, ist das Auto, das Edgar Reitz privat seit Ende der 60er Jahren gehört und für den Film restauriert wurde.

Hommage

Im Vorläufer zu HEIMAT drehte Edgar Reitz im Hunsrück die Dokumentation GESCHICHTEN AUS DEN HUNSRÜCKDÖRFERN. Darin gibt es eine Szene, in der er Kamerafahrten durch die Dörfer im Hunsrück macht. Er filmt dabei Gesichter von Menschen, Begegnungen am Straßenrand. Auch ein Schwenk über sein Elternhaus in Morbach kommt vor. Aus dem Fenster im Obergschoss (heute Ausstellungsraum im Café Heimat) schauen zwei Personen. Auf die Frage, wer die beiden Personen sind, schrieb Edgar Reitz, dies seien seine Mutter und sein jüngerer Bruder Guido. Diese kurze Szene sei als eine kleine Hommage gedacht gewesen.

Hunsrücker Himmel

Als Maria den hunsrücker Himmel betritt fehlt einer in der Gruppe von Verwandten und Freunden. Otto Wohlleben steht nicht bereit um sie zu empfangen. Erst eine paar Schnitte später sieht man ihn und Maria zusammen. Jörg Hube hatte andere berufliche Verpflichtungen und tritt daher erst später im „Himmel“ auf.

Da Willi Burger, der den Großvater Simon spielte, zu der Zeit bereits verstorben war, benutzte man den Kniff und gab an, das man Blinde im Himmel nicht sehen kann.

Indianersprache

Die Indianersprache, die Jan D. Schneider als Jakob in DIE ANDERE HEIMAT spricht, stand so nicht im Drehbuch sondern wurde von ihm selbst erfunden.

Juan

Daniel Smith, der den Juan Ramon Fernandez Subercaseaux in DIE ZWEITE HEIMAT spielt, ist der Schwiegersohn von Edgar Reitz.
Er hat Reitz‘ Tochter Susanne (spielt in DIE ZWEITE HEIMAT eine kleine Tanzrolle) geheiratet und lebt nach letzten Informationen mit ihr in Amsterdam.

Kulissenbauer

Während der Dreharbeiten zu DIE ANDERE HEIMAT verstarb der Kulissenbauer Toni Gerg plötzlich an Herzversagen. Er wurde tot in seinem Bett gefunden.
Ihm zu Ehren wurde ein Grabstein auf dem Dorffriedhof aufgebaut, der auch sehr prominent im fertigen Film zu sehen ist. Aufschrift „In Memoriam Toni Gerg“.
Ausserdem erwähnt die Filmfigur Margarethe Simon nach einem Nahtoterlebnis, sie habe ihre verstorbenen Kinder gesehen. So ist auch vom „Toni“ die Rede, „der morgens tot im Bett gelegen hat“.

Lied für Ansgar

Der Text des Liedes, das Evelyne für Ansgar in DIE ZWEITE HEIMAT (Teil: Ansgars Tod) singt, stammt aus der Feder von Edgar Reitz.
Er schrieb es in seiner Studentenzeit im zweiten Semester.

Loch im Turm der Baldenau

Foto: Wikipedia.de

Der Urgroßvater von Edgar Reitz soll das Loch im Turm der Burgruine Baldenau auf der Suche nach dem legendären Schatz des Schinderhannes gebrochen haben, das heute den Zugang zur Treppe ermöglicht.

„Reitz verbindet mit der Burg ein Stück Familiengeschichte. Sein Urgroßvater soll demnach das Loch in den Burgturm gebrochen haben, das heute als Eingang fungiert, in der Regel aber mit einem Metallgitter verschlossen ist. Reitz sagte, der Urgroßvater sei neugierig gewesen und habe nachsehen wollen, ob nicht vielleicht doch – wie es eine Legende besagt – der Schatz des Schinderhannes in dem Turm versteckt gewesen sei.“

Quelle: Artikel im Trierischen Volksfreund

Mara

Da Willi Burger, der den Großvater Simon spielte, zu der Zeit bereits verstorben war, benutzte man den Kniff

Constance Wetzel, die die Mara in HEIMAT 3 gespielt hat, stand mit ihrem Sohn Keno für diesen Film vor der Kamera.
Der Rollenname Mara bedeutet im Althochdeutschen „Pferd“ und passt daher gut zur Rolle. Auch die Ähnlichkeit zum Namen „Martha“ (Antons Frau) ist kein Zufall und trägt mit zur Sympathie zwischen den beiden Charakteren bei.

Maria im Provisorium

In der ersten Szene, in der Marita Breuer als Maria zu sehen ist, sieht sie den jungen Paul durchs Dorf heimkehren, als sie die Fenster putzt.
Die finanziellen Mittel zum Dreh von HEIMAT ließen nur ein kleines Team zu. So kam es, dass die Kulisse „Wiegand-Haus“ noch nicht errichtet war. Daher wurde auf die Schnelle eine Wand mit Fenster improvisiert, mit der man diese Szene schon drehen konnte.

Maria im Sarg

Als Maria im Sarg lag wurde sie nicht von Marita Breuer dargestellt sondern eine Puppe wurde nach dem Äußeren der Schauspielerin angefertigt.

Maria und Otto

Marita Breuer und Jörg Hube spielten kurz vor dem Entstehen von HEIMAT bereits in einer mehrteiligen Fernsehserie.
Im Mehrteiler ROTE ERDE spielte Marita Breuer eine Parteisekretärin und Jörg Hube den Pfarrer der Zechensiedlung. Allerdings hatten beide keine gemeinsamen Szenen. Infos zur Serie hier: Link

Martha auf dem Biohof

Sabine Wagner spielte die Rolle der Martha in HEIMAT. Inzwischen hat sie die Schauspielerei aufgegeben.
Aber nach HEIMAT spielte sie noch in einem Kinofilm mit:
In „Otto der Außerfriesische“ verkörperte 1989 sie eine Ökolandwirtin.

Mehr als einmal

Immer wieder wurden Schauspieler und Laiendarsteller in den Filmen von Edgar Reitz eingesetzt.

4x dabei:

Salome Kammer
– Clarissa Lichtblau in DIE ZWEITE HEIMAT, HEIMAT3 und Heimat-Fragmente
– Chorleiterin in DIE ANDERE HEIMAT

3x dabei:

Marita Breuer
– Maria Simon in HEIMAT und Heimat-Fragmente
– Margarethe Simon in DIE ANDERE HEIMAT

Reinhold Mosmann
– Korbmacher Betz in HEIMAT
– Schnüsschens Vater in DIE ZWEITE HEIMAT
– Mann mit dem Ziegenbock in HEIMAT 3

Wilhelm Gräff
– Mann, der Hermann auf dem Friedhof den Hunsrücker Spruch erzählt in HEIMAT
– Mann, den Hermann an der Schmiede trifft als er nach München abreist in DIE ZWEITE HEIMAT
– Mann an der Schmiede, der sich an Marias letzte Kuh erinnert in HEIMAT 3

Henry Arnold
– Hermann Simon in DIE ZWEITE HEIMAT, HEIMAT 3 und Heimat-Fragmente

Eva-Maria Bayerwaltes
– Pauline Simon in HEIMAT, DIE ZWEITE HEIMAT und Heimat-Fragmente

Helma Hammen
– Julchen in GESCHICHTEN AUS DEN HUNSRÜCKDÖRFERN
– Mädchen in Simmern in HEIMAT
– Haushälterin des Arztes in DIE ANDERE HEIMAT

Manfred Kuhn
– Schinderhannes in GESCHICHTEN AUS DEN HUNSRÜCKDÖRFERN
– Wirt in HEIMAT
– Bürgermeister in HEIMAT 3

Moni ist die Tochter des Kommissars

Der Vater von Julia Prochnow („Moni“ in HEIMAT 3 und die Hebamme in DIE ANDER HEIMAT) spielte den Kommissar in HEIMAT.

Nikos Mamangakis

Der griechische Komponist Nikos Mamangakis hat über 20 Stunden Filmmusik für die HEIMAT-Filme komponiert.

Pauls Brief aus Amerika

Der Brief, den Paul aus Amerika an seine Familie in Schabbach schickt (Briefkopf Simon Electric Corp.), wurde von Edgar Reitz‘ Vater geschrieben. Reitz wollte den Brief in einer Handschrift eines Mannes in Pauls Alter geschrieben haben. So beauftragte er seinen Vater, die Zeilen auf das Briefpapier zu setzen.

© Edgar Reitz Filmproduktion

Pieritz

Johannes Metzdorf (heute: Metzdorf-Schmithüsen), der die Rolle des Fritz Pieritz in HEIMAT spielte, war zur Zeit der Dreharbeiten Pfarrer von Bacharach.
Später ging er nach Trier und wurde Pfarrer der Studentengemeinde dort. Inzwischen ist er pensioniert. Er arbeitet gelegentlich für das Radio.
Er traute auch Edgar Reitz und Salome Kammer in München (Danke für diese „Hochzeits-Info“ an Thomas Wahl).

Plakate

Es gibt zwei verschiedene Versionen des Aushangplakats von HEIMAT.
Die eine Version hat den Titel „HEIMAT – Ein Film in zwei Teilen von Edgar Reitz“ und ist ein sehr seltenes Exemplar. Es wurde zur Premierenfeier 1984 in München gedruckt, da dort der gesamte Film in zwei Teilen aufgeführt wurde.
Die zweite, weitaus häufiger vorkommende Version, trägt den Titel „HEIMAT – Eine Chronik in elf Teilen von Edgar Reitz“ und gehört zu der Schnittfassung, die im TV und in den Kinos gezeigt wurde.

Preis für einzelne Folge

Foto: filmecho.de
1986 erhielt HEIMAT als Gesamtwerk den Adolf Grimme Preis in Gold. Bereits ein Jahr vorher wurde die Episode „Hermännchen“ mit einem eigenen Adolf Grimme Preis in Gold in der Sparte Fernsehspiel ausgezeichnet.

Radiobau

Das Radiobauen von Paul fand nicht zufällig seinen Weg in das Drehbuch von HEIMAT. Reitz Vater war Uhrmacher, versuchte sich aber im Abenteuer der Technik mit dem Bau von Radio- und Sendeanlagen.

Religionsprüfung

Die Prüfung, die Hermann im Abitur im Fach Religion ablegen muss, findet seine Entsprechung in der eigenen Abiturprüfung von Edgar Reitz. Auch Reitz hatte in allen Fächern gute Noten, nur in Religion nicht, weil er sich stets mit dem Lehrer über Religions- und Weltansichten stritt.
Die Verse, über die Hermann sprechen sollte, nämlich:

„Freiheit ist der Zweck des Zwanges,
wie man eine Rebe bindet,
dass sie, statt im Staub zu kriechen,
froh sich in die Lüfte windet.“

sind die gleichen über die Edgar Reitz geprüft wurde.

Salome Kammer

Salome Kammer, die die Clarissa Lichtblau in DIE ZWEITE HEIMAT und HEIMAT 3 spielte, ist mit dem Regisseur und Autor Edgar Reitz verheiratet (23. Sept. 95). Beide lernten sich durch den Dreh kennen.

Schabbacher Hermännchen

Bild: Netzfund

Im Zuge des Erfolges von HEIMAT im Fernsehen hatte ein Likörhersteller die Idee einen Quittenlikör unter der Bezeichnung „Schabbacher Hermännchen“ zu verkaufen. Auf dem Etikett war eine Zeichnung einer Hunsrücklandschaft mit Dorf zu sehen, ein Ortsschild wies das Dorf als „Schabbach“ aus.
Dieser nicht genehmigten Nutzung urheberrechtlichen Namen wurde von der Edgar Reitz Filmproduktion als Rechteinhaberin juristisch begegnet. Nach erfolgreichem Gerichtsurteil durfte der Hersteller sein Produkt nicht mehr unter diesem Namen anbieten.

Schauspielschule

Edgar Reitz besuchte eine Schauspielschule, als er nach München zog, um sich seiner hunsrücker Dialektfarbe zu entledigen (vgl. Hermann, ZWEITE HEIMAT).

Simon Optik OHG

Das Firmengebäude in Griebelschied, das als Drehort für dei „Simon Optik“ aus HEIMAT diente, fiel 1985 einem Großbrand zum Opfer. Beim Wiederaufbau wurde das Dach nicht in der Originalform erstellt, so dass man vergeblich nach dem ursprünglichen Ort der SIMON OPTIK OHG-Schrift sucht.

Simon-Museum

In einem der Orte, die in der Handlung von HEIMAT 3 Interesse an Ernst’s Museum haben, nämlich Bad Schlangenbad, ist der Regisseur Volker Schlöndorff aufgewachsen.

Simonhaus vor dem Aus?

Das Haus der Simons mit der Schmiede sollte nach dem Dreh von HEIMAT abgerissen werden. Die Behörden schritten damals ein. Am 11. November 1984 berichtete die Rhein-Zeitung darüber.

Stanley Kubrick und HEIMAT

Der Regisseur Stanley Kubrick war ein großer Freund der HEIMAT von Edgar Reitz. Er soll den Film zweimal hintereinander gesehen haben*.
Ein Standbild aus dem Film, das Marias Sarg im Regen zeigt, hat in seinem Arbeitszimmer gehangen. Kubrick wollte, dass Edgar Reitz die deutsche Synchronregie für seinen Fim „Eyes wide shut“ macht. Nach der ersten Ablehnung sagt Reitz, nachdem Kubrick verstarb, doch zu*.
Jan Harlan, Kubricks Schwager und Produzent, und Edgar Reitz sind seit Jahren freundschaftlich verbunden*.

*Quelle: Interview auf Welt.de

Streckengeher

Die Figur des Streckengehers, dem Bahnbediensteten, der die Gleise im ersten Film vom HEIMAT kontrolliert, ist dem Großvater mütterlicherseits von Edgar Reitz nachempfunden. Auch dieser hatten diesen Beruf und Reitz sagt, das er das Geschichtenerzählen von ihm geerbt habe.

Uhrmacher

Die Figur des Uhrmachers und Juweliers Kröber aus Simmern kommt bereits im Film „Die Reise nach Wien“ von Edgar Reitz aus dem Jahr 1973 vor. Dort heisst er Hermann Kröber statt, wie in der HEIMAT-Trilogie, Robert. Gespielt wird er auch dort von Arno Lang, allerdings hat er keine Sprechrolle sondern kommt dort nur auf Fotos von der Front bzw. in einem Rückblick vor (auch hier Parallelen zu HEIMAT; die Arbeiter der Organisation Todt, die die Hunsrückhöhenstrasse bauen, sind gute Kunden der Kröbers) . Die Freundin von Marga Kröber in dem Film (Hannelore Elsner) heisst übrigens Toni Simon (Elke Sommer).

Foto: Standbild aus „Reise nach Wien“

Verkleidete Frau

Als die Kapelle auf der Kerb in Schabbach eintrifft (DIE ANDERE HEIMAT) erkennt man nicht auf dem ersten Blick, dass sich unter den Männern eine verkleidete Frau befindet. Da zu jener Zeit keine Frauen in solchen Musikgruppen waren und die darstellende Gruppe „Casino-Salon-Orchester Traben-Trarbach“ auch Frauen im Ensemble hat, entschied man sich, eine Frau als Mann herzurichten.
Ein schöner Bericht auf der Homepage der Musikgruppe.

Wandbild im Foyer eines WDR-Studios

Im Foyer eines Studios des WDR im Kölner Stadtteil Bocklemünd befindet sich ein Wandbild, das viele Persönlichkeiten zeigt, die im WDR-Programm Geschichte geschrieben haben. Zu sehen sind u.a. Rudi Carell, Götz George als Schimanski, Mario Adorf, Iris Berben, Willi Millowitsch usw.


Und wen entdecken wir da:

Die Maria!


Geht man ein Stück weiter sieht man weitere Bekannte:


Schnüsschen, Frl. Cerphal und das Klärchen!

Wiegandhaus

Das Haus der Wiegands aus HEIMAT war nur eine Kulisse. Lediglich das Wohnzimmer war bespielbar. An dieser Stelle ist ein Vorgarten, dessen Baum geschickt hinter der Fassade versteckt wurde.

Zuschauerpost

Edgar Reitz hat nach der Ausstrahlung von DIE ZWEITE HEIMAT rund 14.000 Zuschriften von Zuschauern erhalten und diese füllten „einen ganzen Raum“ (Zitat Reitz).
Quelle: Edgar Reitz in einem Interview zur Situation des deutschen Films in der Radiosendung „Poltik am Mittag“, ca 1994