Heimat-Stein

Edgar Reitz wollte den ersten Teil der Trilogie ursprünglich „MADE IN GERMANY“ nennen. Daher stammt auch die Inschrift auf dem Stein, den man im Vorspann sehen kann. Erst sein Freund Bernd Eichinger konnte Reitz davon überzeugen, HEIMAT als Titel zu nehmen.
Nach den Dreharbeiten schenkte Reitz der Gemeinde Woppenroth den Stein, um ihn in der Hauptstraße aufzustellen.
Als die Dreharbeiten zu DIE ZWEITE HEIMAT begannen, plante Reitz den Vorspann ähnlich wie den von HEIMAT. Der Stein wurde per Kranwagen im Hunsrück abgeholt und nach München transportiert.
Auf dem Olympiaberg wurde der Stein eingebaut. Am nächsten Tag war Föhn angesagt, man wollte ebenfalls eine Zeitrafferaufnahme machen; der Stein im Vordergrund, das Panorama Münchens als Kulisse dahinter.
Als man am nächsten Morgen zum Drehort kam war der Stein verschwunden. Des Nachts wurde er heimlich per Kranwagen abtransportiert und gestohlen. Die Aufregung war groß.
Die Ermittlungen blieben erfolglos. Reitz ließ einen Stein aus Styropor nach den Filmvorlagen anfertigen. Allerdings sah man den Unterschied zum Original. Man musste sich einen alternativen Vorspann ausdenken und Woppenroth bekam einen Ersatzstein geschenkt.

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