Filmgeschichte geschrieben

(…) dieses Meisterwerk ist nicht nur eine Familiengeschichte, es ist auch ein Gegenwarts-, ein historisches Epos, das sich vom Ersten Weltkrieg bis in unsere Tage erstreckt (…) Ja. „Heimat“ ist eigentlich noch mehr als das, nämlich ein Versuch, sich zu erinnern, an Schicksalen von Menschen teilzunehmen, unbeeinflußt durch den Richterspruch der Geschichte (…)Es gibt keinen …

Bild für Bild ist dieses Werk unermüdlich schön

(…) Nach einer Generation von Cineasten, gemartert vom Schuldgefühl, die die Fehler ihrer Väter wie einen Fluch getragen haben, jetzt endlich vom deutschen Standpunkt aus das alltägliche Leben im Rhythmus von Arbeit und Jahreszeiten erzählt. Bild für Bild ist dieses Werk unermüdlich schön. Nach 15 Stunden 40 Minuten Vorstellung vermissen wir es schmerzlich. Wir möchten …

Ein Hauch Glückseligkeit

(…) Über “Heimat” wird man Bücher schreiben und der Rahmen dieser kurzen Kritik erlaubt uns kaum, auf alle Details der sechzehnstündigen Chronik einzugehen (…) Es ist bisher fast charakteristisch für die Autoren im Neuen Deutschen Film, daß es ihnen ungemein schwerfiel, Geschichten zu erzählen und Menschen in Szene zu setzen, die nichts als ihre Gefühlskälte …

Alle Elemente dieses Films sind bemerkenswert.

(…) Wovon der Film handelt, geben die Worte von Reitz wieder, das, was sein Film erreicht: er handelt vom “Fortgehen und von der Rückkehr; von dem Respekt, den man vor seiner Arbeit hat und vom Leben auf Kredit; von Müttern und Söhnen; von Vätern und wie das frühe Morgenlicht in ein Zimmer fällt; von Sommerkleidern …

„Cinéma de la Nature“

(…) Eine der Hauptqualitäten von HEIMAT, ja vielleicht die bedeutungsvollste, liegt in der meisterhaften Handhabung des szenischen Aufbaus. Edgar Reitz weiß immer, wo er seine Kamera postieren soll, wie er etwas zu schauen anbietet. Vor allem hat diese wie selbstverständlich scheinende Regie nie banale Züge. Sie wiederholt sich nie, sie erneuert sich ständig. Dieser Filmemacher, …

Le film de l’Allemagne.

HEIMAT, oevre novatrice, lucide, inspirée, sur le pays natal, la patrie historique et affective, est le grand film allemand de siècle. Le film de l’Allemagne. Jacques Siclier, LE MONDE, 22.11.1984

Ne partez pas en week-end!

Télérama Ne partez pas en week-end! Oubliez votre poule au pot ou votre jogging dominicaux! Ne cherchez pas à décoder le décodeur de Canal Plus! Tout cela peut attendre…Allez voir Heimat qui vous réconciliara avec le cinema si, d’aventure, vous aviez eu avec lui quelque querelle d’amoureux. Télérama

Europa hat „Dallas“ geschlagen.

Europa hat „Dallas“ geschlagen. Hat Amerika auf seinem ureigensten Gebiet besiegt. Der Tiefblick, die Dichte, die Spannweite, historisch, soziologisch, romanhaft, politisch und philosophisch dieser ungeheuren Fortsetzungserzählung, deren jede Minute ausgesucht köstliche Funken voll Geist enthält und an das Niveau von Fellini (‚Armacord‘) von Zola, von Heidegger heranreicht! Das ist die anstrengendste und aufwühlendste Reise, die …

Das ist der Film, von dem wir schon lange geträumt haben.

VOIR Das ist der Film, von dem wir schon lange geträumt haben. Stellen Sie sich ein romanhaftes Gemälde mit etwa zehn Personen vor, deren Wege sich fast ein halbes Jahrtausend lang kreuzen. Nein, dieser Film kommt nicht aus Hollywood. Nein, keine Beziehung zu dem wichtigtuerischen Quatsch von Dallas oder Dynasty!HEIMAT, inszeniert von dem Deutschen Edgar …

Schließlich hat „Krieg und Frieden“ 230 Kapitel

COVENT GARDEN COURIER (…) Die Times hat “HEIMAT” berechtigterweise den (inoffiziellen) Titel des Besten Neuen Films jeglicher Herkunft des Jahres 1984 verliehen. Wender und Herzog haben ein Signal von den Festspielen von Venedig geschickt und Kritiker davor gewarnt, müßig zu sein. Und nun drängle ich jeden (der die Zeit findet) sich „HEIMAT“ anzusehen, der in …

“HEIMAT” ist ein Phänomen

“HEIMAT” ist ein Phänomen (…) Gemeinsam mit Ingmar Bergmans “Fanny und Alexander” und vielleicht Fassbinders “Berlin Alexanderplatz” beweist “HEIMAT”, dass das Fernsehen keineswegs ein für den Filmemacher minderwertiges und restriktives Operationsfeld ist, sondern dass es ihn vielmehr von der beengten Form des Kinofilms befreien kann” THE TIMES, 4.Februar 1985

It’s an experience.

THE CINEMA Edgar Reitz’ film is an astonishing feat… Gernot Roll’s photography is glorious; shafts of light rippling over cornfields or beaming through forest leaves. Whatever way you look at HEIMAT, it’s an experience.” THE CINEMA, London Weekly Diary, 15. Februar 1985

Homeland

KENSINGTON AND CHELSEA TIMES“With a film, sponsored by West German TV, and having a playing time of some fifteen hours (no – this is no misprint) you would be excused if you thought it the German reply to ‘Dallas’ or ‘Dynasty’. But not so: HEIMAT (Homeland), now on an exclusive West End run, happens to …

Eimerweise Druckerschwärze

(…) Eimerweise Druckerschwärze wurde schon über Edgar Reitz’ 16-stündigem Epos „HEIMAT“ vergossen und doch haben keine Worte den Geist und die Stärken dieses Films so gut einfangen können wie der einfache Katalog an Ingredienzen, der in seiner Einführungsbroschüre aufgelistet wurde. „Heimat“, so teilt uns der Absatz mit, „handelt vom Kommen und Gehen…von Müttern und Söhnen…von …

HEIMAT ist der wichtigste Film

(…) HEIMAT ist der wichtigste Film, der in Westdeutschland seit dem 2.Weltkrieg gedreht wurde. Von den vielen Versuchen, eine Kultur zu verstehen, die organisierte Brutalität zusammen mit Honigkuchen-Sentimentalität nährte, zwei Kriege und Generationen von jungen Menschen, die den Glauben und dass Interesse an Allem, an das ihre Eltern geglaubt haben, verloren haben, ist dieser Film …

Wenn ein Wort plötzlich in aller Munde ist

Wenn ein Wort plötzlich in aller Munde ist, tauchen neben den Missverständnissen auch allerlei Wortspiele auf. So könnte man zur Zeit von einem Reitz-Klima sprechen, das nach dem Abschluss der elfteiligen HEIMAT-Serie des Regisseurs und Autors Edgar Reitz entstanden ist. Ein schillernder, emotional besetzter Begriff wird von neuem hin-und hergewendet, teils ratlos, teils affektgeladen. (…) …

Dies ist kein Film der Realitäten abbildet.

Dies ist kein Film der Realitäten abbildet. Dies ist das Produkt einer aus den Realitäten aufblühenden Phantasie. Da aber zeigt es sich, wie diese Phantasie ihre konkreten Ansatzpunkte realer darstellt, als es jedes direkte Abbild zu tun vermöchte. So ist denn HEIMAT, als Geschichte eines Hunsrückdorfes konzipiert, auf die 60 Jahre nach dem Ende des …

Es ist eine eigene Welt, diese „Heimat“.

Wenn es um „Heimat“ geht, muss ich persönlich werden. Oft werde ich als Kritiker gefragt, welches für mich der beste Film aller Zeiten sei. Ohne zu zögern, antworte ich: „Das ist kein Film, das ist eine TV-Serie.“ Und nein, ich denke dabei nicht an eine dieser modernen Produktionen wie „Breaking Bad“ oder „Borgen“. Ich meine …

Die Antwort ist kein Geheimnis.

Würde ein Lebewesen von einem fernen Planeten uns die Frage stellen, welche Filme man sehen müsste, um Auskunft zu bekommen über Deutschland im 20. Jahrhundert, so würde der Heimat-Zyklus von Edgar Reitz wohl zu den wichtigsten Empfehlungen gehören. Wie kommt es, daß vielen Menschen die Simons, die Wiegands, Maria und das Herrmännche in nur 16 …

Wohltuend Bleibend im Wechsel des elektronischen Unterhaltungsfirlefanzes.

Seit dem 16. September sind wir nun im Hunsrück zu Hause. Wir leben auf vertrautem Fuße mit den Simons, den Wiegands und dem Glasisch-Karl, schauen gebannt Maria zu beim Älterwerden und ertragen auch die abenteuerlichsten Ungereimtheiten der sanften Dorfchronik mit der heiteren Gelassenheit eines Heimatgetriebenen. (…) HEIMAT, der knapp sechzehnstündige Festival-Überraschungserfolg von Edgar Reitz, hat erstaunlicherweise …

HEIMAT ist ein Film, der sich jeder Kategorisierung entzieht

Ein kleines Dorf im Hunsrück bewegt zur Zeit die Fernsehnationen: das Dörfchen Schabbach, das es in Wirklichkeit nicht gibt. HEIMAT, das fast 16-stündige Filmspektakel von Regisseur Edgar Reitz und Mitautor Peter Steinbach ist so ganz das Gegenteil dessen, was nach gängiger Vorstellung Einschaltzahlen verheißt. Und dennoch kleben sonntags und mittwochs an die zehn Millionen Zuschauer …

HEIMAT ist das Summum opus des neuen deutschen Films.

Die Zuschauer, die HEIMAT, in zwei lange Kinonächte geteilt, in diesem Sommer beim Münchner Filmfest sahen, jubelten. Als Edgar Reitz´ Riesenwerk dann beim Festival in Venedig aufgeführt wurde, war es quasi amtlich: HEIMAT ist das Summum opus des neuen deutschen Films. (…) Zeit, die Reitz sich nimmt und die zu nehmen er auch dem Zuschauer …

Heimat wurde im Bilde greifbar

Durch die Heimat-Chronik aus dem Hunsrück hat das Wort Heimat nun auch im Fernsehen wieder etwas von der schlichten Göße bekommen, die seit jeher diesem Wort anhaftete. Heimat wurde im Bilde greifbar, sie nahm niemand auf die Schippe, keine Satire wurde um sie herum gesponnen, Heimat war auf einmal wieder ansehnlich, das heißt: auf dem …

Ein Stückchen deutscher Fernsehgeschichte

Seit Mitte September sitzen die Hunsrückbauern sonntags und mittwochs mit besonderer Neugier und Skepsis vor den Fernsehgeräten: Was das Ding ihnen da ins Haus bringt, ist keine fremde Welt, sondern die eigene. Einer von ihnen, ein lange verlorener Sohn, endlich auf Zeit heimgekehrt, hat die Serie „Heimat“ gemacht, mit ihnen und über sie. Durch ihn …

Meisterwerk, der größten Auszeichnungen wert

Edgar Reitz´ und Peter Steinbachs HEIMAT-Filmepos wurde von den Kino-Journalisten noch höher in den Himmel gehoben als die Fassbinder-Serie, nachdem sie es in München oder Venedig auf der Leinwand gesehen hatten. (…) Aber jetzt greift die Geschichte vom kleinen Dorfleben in das die große Welt berlins eindringt (und der Nationalsozialismus), jetzt sind  wir mitten in …

Wie ein ungeheuer empfindlicher Seismograph

Regisseur Reitz geht wie ein ungeheuer empfindlicher Seismograph vor, der noch die fernsten, untergründigsten Erschütterungen wahrnimmt. Er arbeitet wie ein Geologe, der Schicht und Schicht abträgt, um das Wesen der Dinge, den Wandel der Zeit bloßzulegen. Sein Epos lässt Sehnsucht nach Emotionen offen, bietet zwar Anlass zum Mitfühlen und Mittrauern, hält sich aber immer heraus. …

HEIMAT ist ein Film von Edgar Reitz

Auf die Frage, was Heimat sei, antworten die einen: das Paradox der Hoffnungsphilosophie von Ernst Bloch, und die anderen: ein Film mit Zarah Leander. Neuerdings wird man, nach den höchst erfolgreichen Aufführungen in München und Venedig, sagen: HEIMAT ist ein Film von Edgar Reitz, der das ziemlich heikle Kunststück fertigbringt, Ernst Bloch und Zarah Leander …

Wenn man auf der Landkarte eine Linie von Paris nach Berlin zieht

Wenn man auf der Landkarte eine Linie von Paris nach Berlin zieht, läuft sie durch das Dorf Schabbach im Hunsrück. Und wenn man eine Linie vom Nordpol zum Südpol zieht, läuft sie ebenfalls durch Schabbach. Ihr Dorf, so erklären es sich die alten Schabbacher, liegt also, mag es auch klein, ärmlich, rückständig sein, in der …

New German Cinema

I wrote in my first report from Venice that no matter how much critics grumbled about a poor festival, someone was bound to find an unexpected masterwork hidden in the programme. This is exactly what has happened this year after many disappointments. Except that the masterwork concerned – Edgar Reitz’s HEIMAT (Homeland) – has been …

HEIMAT hinterlässt den Eindruck eines Volkes

HEIMAT (…) hinterlässt den Eindruck eines Volkes, das bewusst mit dem Schicksal seines Landes verwickelt ist, das bis zu einem gewissen Grad dieses Schicksal sogar selbst geschmiedet hat, egal wo dieses Volk lebt: Im Zentrum oder in der Peripherie, in der Stadt oder auf dem Land. Reitz hätte für seine Geschichte ruhig auch Berlin aussuchen …

Stellen Sie sich ein “Novecento” im grünen Rheinland vor

(…) Stellen Sie sich ein “Novecento” im grünen Rheinland vor, wo die Geschichte, genau wie in dem kolossalen Film von Bertolucci, in den Geschichten lebt und unvermeidlich aber leise erscheint: Wo sich alles verändert und im Grunde genommen gleich bleibt. Der Nationalsozialismus, die Tragödie der zwei Weltkriege, die amerikanische Welle, der Fortschritt des XX. Jahrhunderts, …

HEIMAT ist eine seltene Episode

(…) HEIMAT ist eine seltene Episode, rührende Schönheit, ein einfacher Baum mit bedeutungsvollen Blättern, die Ablehnung jeglicher filmischer Entfremdung verwirklicht sich ganz eindeutig in der Distanzierung von den festgefahrenen Formen der Vergangenheit. Ein körperliches und poetisches Kino (…)Claudio Trionfera in IL TEMPO, 5.9.1984 LA REPUBLICA

Das erste Verdienst von HEIMAT

(…) Das erste Verdienst von HEIMAT besteht darin, dass es uns die Geschichte durch Ereignisse und Gefühle erleben lässt, durch ein Verfahren, in dem das Persönliche sich ständig auf das Gesamt bezieht, und umgekehrt (…) Es ist ein Film, der völlig aus der Realität gegriffen ist, aus den alltäglichen Leiden, ein Film, der uns die …

Filmemacher-Kollegen schreiben

HEIMAT läuft im Sommer 1984 im Wettbewerbsprogramm (außer Konkurrenz) bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig und erhält auf dem Festival den FIPRESCI Preis der Internationalen Filmkritik Filmemacher-Kollegen schreiben an den Direktor der Internationalen Filmfestspiele in Venedig 1984:Heimat, der Geburtsort, ist für jeden Menschen die Mitte der Welt. An diese einfache Wahrheit erinnert uns Edgar Reitz …

Niemand sucht nach der verlorenen Heimat

…)„Heimat“ erinnert an nichts, das man schon kennt. Das macht den Film einmalig, unverwechselbar. (…)„Heimat“, der Film von Edgar Reitz, war unstrittig der Höhepunkt des Filmfestes. „Heimat“ war ein Filmfest in sich selbst. Es dauerte, in zwei Blöcken präsentiert, 16 Stunden, erzählte das Leben einer Großfamilie im Hunsrück, von 1918 bis 1980, mit 28 Hauptdarstellern, …

Von der Heimat und der Fremde

Das zweite Münchner Filmfest ist ein überraschend großes Fest fürs Kino geworden (…) Der Höhepunkt und zugleich Ruhepunkt im regen Festivaltreiben war ein Film, der den so oft geschundenen Begriff „Heimat“ zum Titel gewählt hat. Sechzehn Stunden lang führt uns Edgar Reitz in „Heimat“ durch die letzten sechzig Jahre seines fiktiven Hunsrück-Dorfes Schabbach. Im Wandel …

Ein Kinoereignis, das alle Grenzen sprengt

(…) Edgar Reitz hat es gewagt, was so viele seiner Kollegen auch wollten und sich nicht trauten, nämlich in die „Mitte der Welt“ zu gehen (so heißt übrigens ein Kapitel seines Epos). Und damit ist ihm gelungen, was nach 20 Jahren Neuer deutscher Film noch ausstand: dessen Summe, dessen Requiem. HEIMAT dürfte für den Neuen …