Edgar Reitz hat den Ehrenpreis beim 25. Friedenspreis des Deutschen Films erhalten. Die Auszeichnung „Die Brücke“ wurde am vergangenen Dienstag (23. Juni 2026) im Münchner Cuvilliés-Theater verliehen.
In der Begründung der Jury heißt es: “Mit dem Ehrenpreis wird in diesem Jahr einer der prägendsten Filmemacher des deutschen Kinos geehrt: Edgar Reitz, Mitunterzeichner des Oberhausener Manifests und Mitbegründer des Neuen Deutschen Films, dessen Gesamtwerk von “Mahlzeiten” bis “Leibniz” sechs Jahrzehnte Kinogeschichte umspannt. Weltberühmt wurde er mit seinem Heimat-Zyklus: In 52 Stunden erzählt er darin die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Sicht einer Familie im Hunsrück – und zieht als roten Faden eine tiefe Sehnsucht durch alle Teile: die Sehnsucht, eben diese Heimat zu verlassen. Die Jury begründet die Auszeichnung: “Edgar Reitz hat dem deutschen Film etwas geschenkt, das die Zeit überdauert: ein Werk von außergewöhnlicher Tiefe und Wahrhaftigkeit, das kollektive Erinnerung bewahrt und Menschen weltweit berührt. Ein Filmchronist, wie ihn das deutsche Kino nur einmal hervorbringt.” Quelle
In einer Pressemitteilung des FilmFörderFonds Bayern heißt es: “Edgar Reitz, Autor, Regisseur und Produzent wegweisender Filmwerke und Filmtheoretiker, der auch das Denken über Film stets weiterentwickelt und als Professor an renommierten Kunsthochschulen und Kunstakademien weitergibt. Seit mehr als 70 Jahren lebt der herausragende Filmemacher in München, wo er in den Fünfzigerjahren an der LMU München Theaterwissenschaft, Germanistik, Kunstgeschichte und Publizistik studierte und erste Kurzfilme drehte. Der FFF Bayern förderte Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende, Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht und Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes.” Quelle
Einen Zusammenschnitt der Veranstaltung ist in der ARD-Mediathek zu sehen.
Impressionen des Abends (Quelle)









