Ehrenpreis für Edgar Reitz

Bild: © Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V.

Am Dienstag, den 23. Juni 2026, wird im festlichen Rahmen des Cuvilliés-Theaters München der 25. Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke verliehen. Der von Elisabeth Wicki-Endriss im Gedenken an das filmische Schaffen ihres Mannes Bernhard Wicki (1919-2000) initiierte Preis ehrt seit 2002 künstlerisch herausragende Filme mit humanistischer, gesellschaftspolitischer und friedensstiftender Dimension.

In diesem Jahr feiert der Preis sein 25-jähriges Bestehen – ein Vierteljahrhundert und mehr als 70 Preisträger und Preisträgerinnen, deren Werke für Toleranz, Menschenrechte und Frieden eintreten. Am Abend des 23. Juni erhalten in München weitere herausragende Filme und Filmemacher diese einzigartige Auszeichnung.

Ehrenpreis für einen der prägendsten Filmemacher des deutschen Kinos: Edgar Reitz

Mit dem Ehrenpreis wird in diesem Jahr einer der prägendsten Filmemacher des deutschen Kinos geehrt: Edgar Reitz, Mitunterzeichner des Oberhausener Manifests und Mitbegründer des Neuen Deutschen Films, dessen Gesamtwerk von „Mahlzeiten“ bis „Leibniz“ sechs Jahrzehnte Kinogeschichte umspannt. Weltberühmt wurde er mit seinem Heimat-Zyklus: In 52 Stunden erzählt er darin die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Sicht einer Familie im Hunsrück – und zieht als roten Faden eine tiefe Sehnsucht durch alle Teile: die Sehnsucht, eben diese Heimat zu verlassen. Die Jury begründet die Auszeichnung: „Edgar Reitz hat dem deutschen Film etwas geschenkt, das die Zeit überdauert: ein Werk von außergewöhnlicher Tiefe und Wahrhaftigkeit, das kollektive Erinnerung bewahrt und Menschen weltweit berührt. Ein Filmchronist, wie ihn das deutsche Kino nur einmal hervorbringt.“

Pressemitteilung des Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V.

Die feierliche Verleihung des Friedenspreises wird in einem ausführlichen Zusammenschnitt am Samstag, den 27. Juni 2026, um 23:45 Uhr in 3sat ausgestrahlt.

Am Dienstag, den 30. Juni 2026, ist die Sendung zudem um 23:45 Uhr im BR Fernsehen zu sehen.

Im Anschluss daran wird die Preisverleihung auch in der ARD Mediathek verfügbar sein.