HEIMAT-Fragmente: Szenen „Der Morgen/Die Kantine“

Es ist halb Acht. Der Wecker schmeißt Schnüßchen aus dem Bett. Man sieht, wie sie den Morgen beginnt. Anhand der technischen Ausstattung der Wohnung kann man erkennen, dass Herman nicht schlecht bei der Isar-Film verdient. Sie steht im Bad und schminkt sich anhand einer Vorlage von Liz Taylor. Sie muss zur Arbeit, über die Türsprechanlage meldet sich der Busfahrer, der auf sie wartet. Später gehen beide, da keine Fahrgäste kommen und es Winter ist (überall ist es weihnachtlich geschmückt) in die Kantine von Hertie und essen eine Suppe zum Aufwärmen. Plötzlich ist auch Olga da, die aber von einem Hertiemitarbeiter erwischt wird. Der Zutritt ist eigentlich nur für das Personal. Schnüßchen rettet die Situation, in dem sie sich als Mitarbeiterin ausgibt und sagt, Olga sei die „Neue“ von der Parfümerie. Der Busfahrer ist hin und weg von ihr. Er meint sie schon einmal als Schauspielerin gesehen zu haben. Als er sie ausfragt was sie gespielt hat antwortet sie gekränkt „Die Frau mit der Gebärmutterzyste“. Ihr ist der Fernsehauftritt peinlich. Als man das Thema auf ihren Wunsch hin nicht wechselt bricht sie in Tränen aus.
Schrifteinblendung „Olga Müller, endlich erkannt“.

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