Edgar Reitz schrieb uns heute eine Email mit der Ankündigung der Neuveröffentlichung von DIE ZWEITE HEIMATZ und seiner ebenfalls erscheinenden Biografie:
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Wie Sie wissen, haben wir in den vergangenen 4 Jahren, gefördert von der Filmförderanstalt, mit großem Aufwand an persönlichem und technischem Einsatz die 13 Filme der ZWEITEN HEIMAT liebevoll digital restauriert. Das Ergebnis ist berauschend schön, weil wir die neuen digitalen Mittel nutzen konnten, Wirkungen zu realisieren, die vor 30 Jahren noch Utopie waren. So konnten z. B. die Übergänge von Farbe und Schwarzweiß endlich so gestaltet werden, wie sie damals gemeint, aber technisch noch unmöglich waren. Auch die Bildqualität selbst wirkt jetzt erst so überwältigend, wie meine wunderbaren Kamerakünstler Gernot Roll,Gerard Vandenberg und Christian sie in den Originalnegativen verwirklicht haben. Sogar die Tonspur haben wir in Stereo-Surround-Technik neu gemastert. Alles in allem bedeutet, dass die Zweite Heimat als ein in jeder Hinsicht moderner Film erscheint. Auch wegen seiner brisanten Inhalte wie Frauen-Emanzipation, Friedenspolitik, Jugend-und-Gesellschaft, Familie, Konkurrenzgesellschaft und nicht zuletzt die 1960er Jahre und das Bild der Künste in einer Welt ohne Ideale.
Nun können wir voller Stolz ankündigen, dass DIE ZWEITE HEIMAT in München an 17. 18. September und in den anschließenden Wochen im ARRI-ASTOR-LOUNGE-KINO zur festlichen Erstaufführung gelangt. Die Veranstaltung wird kombiniert mit einer ersten öffentlichen Lesung aus meiner Autobiographie, veranstaltet und moderiert vom Verlag ROWOHLT-BERLIN.
Weitere Aufführungen folgen in mehreren Städten, darunter auch in Simmern und werden auch dort mit dem Erscheinen der Autobiographie und Lesungen daraus kombiniert. Eine neue DVD/BLURAY-Edition wird von Studio-Canal ebenfalls für den Herbst geplant.
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Beitrag aus der SWR Reihe "Bekannt im Land" anlässlich des 75. Geburtstages von Rheinland-Pfalz (TV Ausstrahlung 22.05.22, SWR Fernsehen).

Edgar Reitz ab (10:20)

  • Dreharbeiten von DIE REISE NACH WIEN in Simmern. In der Reportage von Christa Tornow sieht man, wie sich Altnazis über die Hakenkreuzdekoration in den Straßen freuen.
  • Oberhausener Manifest
  • Dreharbeiten zu HEIMAT (Blumenabwurf zur Ferntrauung, Erschießung im Wald
  • DIE ZWEITE HEIMAT
  • HEIMAT 3 (Demo-Szene)
  • DIE ANDERE HEIMAT (Interviewausschnitt Marita Breuer)


Quelle: https://www.ardmediathek.de/video/bekannt-im-land/75-jahre-rheinland-pfalz-die-kuenstler/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE2NjAyNjA

 

Lieber Herr Gies,
Ihre Nachricht vom Tode unseres unvergesslichen “Edu” hat mich erreicht, als ich gerade damit beschäftigt war, Fotos für meine Autobiografie zu ordnen. Da stieß ich auf ein Bild, das die letzte Begegnung zeigt, die ich mit Rüdiger Weigang hatte. Es war am 1. März 2015, als wir die restaurierte Fassung unserer HEIMAT im Berliner Kino Babylon zeigten. Auf dem Foto sieht man Rüdiger ganz links mit Dreitagebart und in bester Laune. Es war eine wunderbare Begegnung, die zeigt, wie sehr wir alle durch die Arbeit an HEIMAT für unser ganzes Leben verbunden blieben. Ich trauere mit Rüdigers Familie und den Kollegen um diesen originellen Schauspieler.
Edgar Reitz

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Er spielte die Rolle des Eduard Simon in HEIMAT.
Wie die Lippstädter Zeitung berichtet starb der Schauspieler im Alter von 79 in Berlin. Zuletzt litt er unter Demenz und lebte in einem Pflegeheim.
Link zum Artikel

In der heutigen Pressemitteilung hat die FFA-Filmförderung mitgeteilt, die Digitalisierung der ersten drei Teile von HEIMAT 3 mit jeweils 45.537,00 € zu fördern.

Link zur FFA

9783737101592
Am 13.09.2022 erscheint die lange erwartete Autobiografie von Edgar Reitz unter dem Titel: "Filmzeit, Lebenzeit - Erinnerungen" im rowohlt-Verlag. Das 656 Seiten starke Buch wird 30 Euro in der gebundenen Ausgabe und 24,99 Euro als E-Book kosten.

Die Ausgabe wird die ISBN-Nummer 978-3-7371-0159-2 tragen und kann ab sofort vorbestellt werden.


Infotext des Verlages:

Edgar Reitz hat den deutschen Autorenfilm mitbegründet, mit seiner «Heimat»-Trilogie Filmgeschichte geschrieben. So wie er dort eindrucksvoll das persönlich Erlebte mit den Zeitläufen verband, tut er es auch hier – in seiner Autobiographie. Reitz erzählt von seiner Kindheit in den dreißiger Jahren, einer Jugend im Krieg, der Nachkriegszeit, dem jungen Mann, den es in die Ferne zieht, seinen Studienjahren in München, wo sich ihm eine neue Welt der Kultur eröffnet, und schließlich von der Filmkunst: Mit den Unterzeichnern des Oberhausener Manifestes verbreitet er den Slogan «Papas Kino ist tot!», die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Films; er begegnet Literaten wie Günter Eich, internationalen Filmgrößen wie Romy Schneider oder Luis Buñuel, arbeitet mit Schauspielerinnen und Schauspielern wie Hannelore Elsner und Mario Adorf, Regisseuren wie Alexander Kluge und Werner Herzog.

Reitz ist ein großer Chronist deutscher Sehnsucht und Geschichte, zugleich ein feinfühliger Erzähler, der uns von der Vorkriegszeit über die Wiedervereinigung bis in die Gegenwart führt. Immer wieder kreist er um die Frage, was es bedeutet, eine Heimat zu haben und sich von ihr loszumachen, aufzubrechen oder zurückzukehren – und trifft damit ins Herz unserer Zeit. Ein besonderes Dokument des Lebens wie eines ganzen Jahrhunderts, kraftvoll erzählt und berührend, beeindruckend in seiner Farbigkeit. Ein großes Erinnerungswerk und zugleich hochaktuell.

Zum Verlag

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste erinnert an den Kameramann und Regisseur Gernot Roll.

Wer an Gernot Roll denkt, erinnert sich als erstes an sein freundliches Wesen, die angenehm unaufgeregte Art, seine listig blinzelnden Augen. Angeber und Aufschneider gibt es genug in der Filmbranche, der Filmemacher Roll sah sich aber vor allem als Handwerker.

Artikel auf sueddeutsche.de: Link

Die Bayerische Akademie der schönen Künste in München zeigt vom 30.3. bis 3.4. die multimediale Ausstellung "Gernot Roll zum Gedenken".
Am 30.03. um 18 Uhr zeigt Edgar Reitz in diesem Zusammenhang dort "Hermännchen" aus HEIMAT. Er wird anwesend sein.
Edgar Reitz wird aus seiner Autobiografie, die er gerade schreibt, über Roll vorlesen.

Link
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Im Youtubekanal "El cine que llevamos dentro" ist die aktuelle Ausgabe der HEIMAT-Reihe von Edgar Reitz gewidmet.
Link

Dieser Tage hat sich Stefan Schmidt aus Wickenrodt an ein Erlebnis erinnert, das bereits 40 Jahre zurückliegt, ihm aber dennoch wohl ewig im Gedächtnis haften bleiben wird. Der 54-Jährige erzählt der NZ gern, was ihm damals wiederfahren ist.

Artikel auf rhein-zeitung.de: Link

Sie gilt als Expertin für historische Filme: Die Münchnerin Esther Amuser hat bereits für Hollywoodstars genäht und im Hunsrück nach alten Hemden gesucht. Doch auch als Kostümbildnerin stößt man an natürliche Grenzen.

Artikel auf sueddeutsche.de: Link

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