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Reiner Guldener

guldEr spielte die Rolle des Herrn Böckle in "Heimat 3"

Liebe Heimat-Fans!

Für mich war meine Mitwirkung als Firmenvernichter Böckle bei HEIMAT 3 unvergesslich ! Edgar Reitz hat mir da eine ganz aussergewöhnlich Szene geschrieben (die mit Hermann im fahrenden Zug nach Leipzig). Wo gibt es das schon, dass eine Figur wie Böckle in einen Film eingeführt wird mit einem 3-seitigen Monolog, in dem er seine Seele ausbreitet und Stück für Stück die Maske des taffen Geschäftsmannes fallen lässt, bis die nackte Verzweiflung zum Vorschein kommt?
Ein Besucher der Premiere in München hat das spontan als "Geständniszwang" bezeichnet, und genau so habe ich das beim Drehen auch empfunden. Es war übrigens einer der technisch schwierigsten Drehs meines Lebens. Die Szene wurde ja wirklich im fahrenden Zug gedreht, im regulären Zug Berlin-Frankfurt bei 30Grad im Schatten, ich im dunklen Anzug, schwitzen verboten, das sieht Thomas Mauch mit der Riesenkamera. Kaum Platz im engen Erstklass-Abteil und und zu Anfang grosse Probleme, ein gutes Bild zu bekommen. Drehen war eigentlich immer nur möglich, wenn der Zug in einen Bahnhof einfuhr. Das sah dann so aus, dass wir alle warteten, bis die Durchsage kam: "Meine Damen und Herren, in wenigen Minuten erreichen wir..." Sofort nahmen wir unsere Positionen ein und begannen zu drehen während der Zug in den Bahnhof einfuhr, wo das Licht besser war als unterwegs. Und die Riesenszene musste im Kasten sein vor der Ankunft in Frankfurt .......uff!

Aber es hat sich gelohnt und ich habe mich riesig gefreut, bei der Premiere die enorme Anteilnahme zu spüren, die auch meinem Teufel Böckle entgegenschlug !

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