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Heimat-Fragmente: Die Frauen.

Im Jahr 2005 hat Edgar Reitz das Büro der ERF Edgar Reitz Filmproduktion GmbH in München aufgelöst. Dabei stieß er auf Filmrollen mit nicht verwendeten Szenen aus allen drei Teilen der Heimat-Trilogie.
Er wollte diese Szenen, von denen er manchmal nicht mehr weiß, warum sie nicht in den fertigen Film aufgenommen wurden, den Fans nicht vorenthalten.
Gleichzeitig sollte es ein Abschied von den liebgewonnenen Figuren aus seiner Trilogie werden. Eingebettet sind die Szenen in eine Rahmenhandlung, die Reitz im Jahr 2006 drehte.
Hauptdarstellerin dieser Rahmenhandlung ist Nicola Schössler in der Rolle der Lulu Simone Simon, Tochter von Hermann Simon.
In einer Gesamtzeit von 146 Minuten erzählt Reitz von Lulu's Suche nach der "alten Zukunft aus Kindertagen".
Reitz unternimmt mit dem Zuschauer Zeitsprünge im vergangenem Jahrhundert, in dem die Trilogie angesiedelt ist. Die Fragmente handeln alle von Frauen aus dern HEIMAT-Filmen.
Dabei gibt es ein Wiedersehen mit Figuren wie Maria, Clarissa, Lucie, Frau Cerphal, Renate, Olga, Evelyne, Helga, Marianne und Dorli.
heimat41Edgar Reitz schreibt zu seinen Fragmenten auf der Homepage des Simmerner Kinos (www.ProWinz-kino.de) :
"Es handelt sich, wie ich oft betont habe, nicht um eine Fortsetzung der HEIMAT-TRILOGIE, sondern um einen Montage-Film, in dem ich eine Reihe von Szenen aus den drei HEIMAT-Zyklen zusammengestellt habe, die größtenteils bisher unveröffentlicht blieben.
Das Ganze wird durch die Figur Lulu zusammengehalten - nicht in Form einer Rahmenhandlung, sondern vielmehr in Form eines inneren Monologs, einer Suche nach Sinn und Zusammenhängen.
Der Film ist mit einer Gattung verwandt, die man in der Literatur Essay nennt. Was folgt daraus? So schön und so gefühlvoll viele der einmontierten Szenen sind, so schön es ist, den alten, liebgewordenen HEIMAT-Figuren wiederzubegegnen, so schwierig wird der Film aber von den unvorbereiteten Freunden der HEIMAT empfunden werden. HEIMAT-FRAGMENTE ist letztlich ein philosophisch angehauchter Film zum Nachdenken."

Auf der Einladung zur Deutschland-Premiere in Mainz (28.10.06) stand folgende Information:

"Nach der Vollendung der HEIMAT-TRILOGIE im Jahre 2004 hat Edgar Reitz nun mit einem abendfüllenden Dokumentarfilm von Schabbach und den geliebten Figuren der HEIMAT-TRILOGIE Abschied genommen. In etwa 40 bisher unveröffentlichten Szenen aus dem HEIMAT-Kosmos berichtet sein filmischer Rückblick von Lulu und ihrer Suche nach etwas, das sie die „alte Zukunft aus Kindertagen“ nennt.
HEIMAT-FRAGMENTE kann als Epilog zur HEIMAT-TRILOGIE verstanden werden, ist aber auch ein Film über die Frage, wie unsere Erinnerung funktioniert. Die Uraufführung erfolgte mit großem Presseecho auf den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig."

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