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Ströher: Ein Malerleben

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Ströher: Ein Malerleben
Filmische Erzählung von Ute Casper

Zu Beziehen unter www.Casperfilm.de

Ein Hunsrücker Bauernjunge macht sich auf, die Welt hinter dem Horizont zu entdecken. Friedrich Karl Ströher (1876-1925) wird in Zürich zum Rebell und in Paris zum Künstler. Als Meisterschüler an der Berliner Kunstakademie bereist er Europa, Erfolg hat er nicht. Ströher hadert mit der Kunstszene und mit sich selbst. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrt er verarmt in sein Dorf zurück, dort gilt er als Faulenzer. Daß alle Werke des verkannten Künstlers heute erhalten sind, ist seiner großen Liebe Charlotte zu verdanken. Zwei ungewöhnliche Menschen entdecken ihre Seelenverwandtschaft.

Dokumentarfilm mit Spielfilmszenen
Der Dokumentarfilm schildert das abenteuerliche Leben eines Hunsrücker Bauernjungen Ende des 19. Jahrhunderts, der beschließt, Künstler zu werden, gierig nach Bildung ganz Europa bereist und schließlich in Berliner und Pariser Ateliers arbeitet schwankend zwischen Mut und Selbstzweifeln. Friedrich Karl Ströher treibt das Fernweh, sein Weg ist der eines Suchenden, nicht der eines Gewinners. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrt er, Pazifist und im Herzen sogar mit den Anarchisten sympathisierend, in seine Heimat zurück. Reich an Welterfahrung, aber bettelarm. In der Provinz gilt er nichts, obwohl er ihr die schönsten Denkmäler setzt. 1925, mit 49 Jahren, stirbt er an gebrochenem Herzen. Er hinterlässt eine junge Frau und seinen kleinen Sohn Peter, der bis heute die Werke seines Vaters zusammen gehalten hat.

Ströher, über die Region hinaus zwar kaum bekannt, ist kein "Provinzmaler". Er stellte in der Berliner Sezession aus, wurde von Liebermann, Corinth und Leistikow gefördert. Berühmt allerdings wurde er nicht. Als Malerschicksal der Jahrhundertwende hat diese Geschichte Exemplarisches, als Weg eines Suchenden ist sie universell und zeitlos. In der Schilderung zwischen ländlichem Erfahrungshorizont und der städtischen Welt der Künstlerateliers birgt sie jedoch die überraschenden Momente.

Der Dokumentarfilm, eine Koproduktion mit dem SWR, wurde gefördert von der Stiftung Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, der Stiftung der LRP, der Ströher-Stiftung der KSK und der Sczech-Stiftung.

Das Hunsrück-Museum Simmern beherbergt fast das gesamte Oeuvre des Malers, in wechselnden Ausstellungen sind die Bilder dort zu sehen.


Für HEIMAT-FANS besonders interessant:

Teil 2 der DVD:
DIE HEIMAT IM HERZEN
Edgar Reitz und Friedrich Karl Ströher im Hunsrück-Museum (30 Min.)

Edgar Reitz begegnet seinen und Ströhers Werken im Hunsrück-Museum. Er schildert die Parallelen zwischen Ströher und ihm in Bezug auf "von der Heimat weggehen, wiederkommen und die Heimat in Kunst verewigen".
Witzig die Szenen, in denen Reitz "sich selbst spielt". Reitz ist auch unverkennbar ein guter Schauspieler.
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